Die Mehrheit des Zürcher Gemeinderats will ein Verbot von kommerzieller Werbung auf öffentlichem Grund. Dies, obwohl selbst der rotgrüne Stadtrat darauf hinweist, dass der VBZ so Millionen entgehen würden und der öffentliche Verkehr Nachteile gewärtigen müsste. Ideologie steht über allem – Werbung muss weg!

Marktwirtschaft ist schädlich, der Kapitalismus des Teufels. Dass man Menschen als Konsumenten statt als Bürger anspricht und den öffentlichen Raum für private Profitinteressen nutzt, ist ein Skandal. Nur schon aus diesen Gründen müsste Werbung eigentlich verboten werden; sie dient nur dazu den Konsum anzukurbeln. So kaufen die Leute Dinge, die sie eigentlich gar nicht wollen – nur weil die profitgierigen Unternehmen ihre Bedürfnisse manipulieren. So die Meinung der Vertreter von SP, AL und Grünen im Zürcher Gemeinderat.
Was tönt wie aus einem schlechten Krimi, ist in der Stadt Zürich bittere Realität: Eine knappe Mehrheit des Stadtparlaments hat einen Vorstoss überwiesen, der kommerzielle Aussenwerbung auf öffentlichem Grund verbieten will. So wollen sie die Einwohner der Limmatstadt vor den bösen Unternehmen schützen.
Selbst der rot-grüne Stadtrat lehnt das Verbot ab. Er weist darauf hin, dass die Stadt so jedes Jahr rund 20-30 Mio. Franken an Ein nahmen verlieren würde. Da viele Werbeflächen an Tram- und Bus haltestellen der VBZ stehen, würden vor allem die Betriebe des öffentlichen Verkehrs unter dem Werbeverbot leiden.
Dass wir unseren Wohlstand in der Schweiz innovativen Unternehmen und der Marktwirtschaft zu verdanken haben – und nicht etwa der Zürcher Stadtverwaltung – bleibt unerwähnt. Vielleicht kommt das böse Erwachen erst dann, wenn die Steuergelder, welche die linken Parteien mit Freude ausgeben, ausbleiben, weil die Unternehmen die Stadt verlassen haben.