Überall wird gebaut, überall staut sich der Verkehr. Strassen werden aufgerissen, Spuren reduziert. Die Zürcher Behörden haben keine Freude am motorisierten Individualverkehr. Während sich Zulieferer, Gewerbe und die arbeitstätige Bevölkerung ärgern, träumen die links-grünen Stadtbehörden von Fussgängerzonen und autofreien Quartieren.
Im August 2025 begann die «Notreparatur» an der Bellerive-Strasse: Die Hauptachse vom rechten Seeufer ans Bellevue ist seither nur zweispurig befahrbar. Die Bauarbeiten dauern bis Oktober 2026. Der Verkehr staut sich bis nach Zollikon. Auch der Bus bleibt in der Kolonne stecken. Die Anschlüsse sind nicht mehr gewährleistet.
Während das Seefeld-Quartier faktisch abgeriegelt ist, wird auch der Kreuzplatz umgebaut und die Zolliker Strasse gesperrt. Dies belastet die Ladenbesitzer im Seefeld zusätzlich: Sie klagen über viel weniger Kunden, weil die Zufahrt nicht mehr gewährleistet ist.
Wie wenn es nicht schon genügend Ärger gäbe, sollen ab Dezember 2025 auch die Tramhaltestellen am Bahnhofplatz umgebaut werden. Ginge es nach dem Stadtrat, würde der Hauptbahnhof künftig zum Erholungsraum: Der Autoverkehr soll verbannt und mehr Platz für Bäume und Fussgänger geschaffen werden.
Während sich Bund und Kanton um den Verkehrsfluss und das Zusammenspiel der verschiedenen Verkehrsmittel bemühen, betreibt Zürich eine Blockadepolitik. Leidtragende sind die Anwohner und das Gewerbe. Höchste Zeit, hier etwas zu ändern!