Kampf gegen Freude und Geselligkeit

Feste und gute Laune sind in der Stadt Zürich unerwünscht. Nachdem das «Züri Fäscht» wegen Verboten und massiven bürokratischen Auflagen nicht mehr durchgeführt werden kann, verbot die Stadtverwaltung kürzlich sogar den Verkauf von Schokobananen. Seldwyla pur.

75 Seiten umfasst der Klimaschutzplan der Stadt Zürich. Der rot-grüne Stadtrat will die Welt verbessern: Statt einem Kilo sollen alle Zürcher bis 2040 nur noch 330 Gramm Fleisch pro Woche essen. Dafür gibt es städtische Aufklärungskampagnen und Beratungsangebote. An den Schulen soll «Nachhaltige Ernährung» unterrichtet werden: Bereits die Kleinsten werden auf einen rot-grünen Lebenskurs getrimmt.

Der Untergang des «Züri Fäschts» ist eine Folge dieses bürokratischen Irrsinns, der in den städtischen  Amtsstuben gepflegt wird. Zuerst verbot das Stadtparlament sämtliche Flugshows, so dass die PC-7 Staffel und die Patrouille Suisse nicht mehr starten durften. Neben diversen bürokratischen Auflagen für Verpflegungsstände wurde auch ein Feuerwerks-Verbot diskutiert. Entnervt schmiss das OK den Bettel hin: Die Auflagen waren nicht mehr zu bewältigen.

Im Rahmen der Fussball-Europameisterschaft der Frauen gelang Zürich ein neues bürokratisches Gesellenstück. Einem Marktfahrer wurde die Bewilligung weggenommen, weil er Schokobananen verkaufen wollte. Solch unökologische Angebote hätten keinen Platz in der EM-Fanzone. Der Stand «Banana-King» passe nicht in die Stadt Zürich, liess die Stadtverwaltung ausrichten. Die Schokobananen entsprächen nicht dem städtischen Klimaschutz-Konzept, da sie mit dem Flieger in die Schweiz gelangt seien.

Später stellte sich heraus, dass die Bananen des Standbetreibers gar nicht mit dem Flugzeug, sondern mit einem Frachtschiff in die Schweiz gebracht worden sind. Daher musste der Zürcher Stadtrat zurückrudern. Der Schaden war schon angerichtet. Dieser Irrsinn muss endlich aufhören!